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Das Ei und die Millionen

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 BeitragVerfasst: Sa 2. Feb 2013, 13:10   
 

Registriert: Mi 5. Jan 2011, 17:54
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Inside Wall Street
Das Ei und die Millionen

Von Lars Halter

Die Drinks sind kalt gestellt, Chips und Salsa liegen bereit … Die USA sind ist im Superbowl-Fieber. Wenn am Sonntag die Baltimore Ravens und die San Francisco 49ers um die Football-Meisterschaft antreten, dann schaut die ganze Nation zu. Der Superbowl ist das größte Sportfest der USA, und nicht nur das: Der Kampf um das kunstlederne Ei ist vor allem ein gewaltiges Kommerz-Spektakel.

Dass sich mit dem Superbowl nahezu unbegrenzt Geld machen last, zeigt sich vor allem an der Fernsehwerbung. Sämtliche Spots während der bis zu vierstündigen Übertragung sind seit Wochen ausverkauft, obwohl die Preise seit dem Vorjahr noch einmal deutlich zugelegt haben. Satte 3,8 Millionen Dollar müssen Unternehmen in diesem Jahr für einen 30-Sekunden-Spot auf den Tisch legen. Das reicht im Showdown um die Dollar der Kunden natürlich nicht, um einen richtigen Eindruck zu hinterlassen - wer wirklich auffallen will, schaltet Spots von einer Minute Länge. Das macht 7,6 Millionen Dollar, plus Produktionskosten.
VW "macht Laune"

Die Investition lohnt sich. Bestes Beispiel: Volkswagen. Die Wolfsburger sind schon Tage vor dem Spiel in aller Munde. Sie haben ihren Spot im Vorfeld auf YouTube gestellt - es geht um einen Mann aus Minnesota, der im tristen Umfeld seines Büros mit sonniger Laune und einem dicken jamaikanischen Akzent auffällt. Der Mann fährt den neuen Käfer, das macht eben Laune. Kurz vor dem Superbowl gab es Stimmen, der Spot sei "rassistisch" (http://www.n-tv.de/suche/?a=search&at=a ... he+starten). Das ist er natürlich nicht, aber allein die Kontroverse hat VW rund fünf Millionen Klicks auf dem Videoportal gebracht. Während des Football-Spiels werden zig Millionen Augenpaare auf "Das Auto" gerichtet sein.

Volkswagen hat beim Superbowl schon einmal Geschichte geschriebe n: Vor zwei Jahren lancierte man bereits einen Spot vor dem großen Spiel. Mehr als 14 Millionen Klicks heimste der kleine Darth Vader ein, der vor seiner eigenen Macht erschrickt, als er mit einer einfachen Handbewegung (und Schützenhilfe von Papas Fernbedienung) den Motor startet. Der Clip wurde später zum besten Werbespots des Superbowl gewählt.
Welcome to the "Mercedes-Benz Superdome"

Auch die anderen deutschen Autohersteller spielen beim Superbowl auf höchster Ebene mit. Audi schaltet einen langen Spot, über den Fans vorab im Internet abstimmen durften. Und Mercedes-Benz ist den ganzen Tag lang präsent, weil die Stuttgarter vor anderthalb Jahren die Namensrechte am Stadion erworben haben. Für 60 Millionen Dollar wurde der Betonkoloss mit 75.000 Sitzplätzen zum "Mercedes-Benz Superdome" getauft.

Doch nicht nur Autohersteller versuchen, mit dem Superbowl Kasse zu machen. Sie stellen zwar die meisten Spots, allerdings dicht gefolgt von den Brauereien, von Coca-Cola und den Fastfood-Ketten, dann kommen die Elektronikkonzerne. Apple wurde mit einem zweiminütigen Orwell´schen Spot 1984 zur Kultmarke. In diesem Jahr sind alle Augen auf Best Buy gerichtet. Die Elektronikkette kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen und schwindenden Margen. Jetzt setzt man auf Star-Power und hat die Komikerin Amy Poehler engagiert, um das Image zurechtzurücken und Kunden in die Läden zu locken.
Der Promi als Werbezweck

Auch andere Konzerne lassen die Promis tanzen: Beyonce singt für Pepsi, Jimmy Cliff für VW. Die Supermodels Bar Rafaeli und Kate Upton sind im Einsatz. Football-Legende Joe Montana unterstützt die Schuhkette Skechers. Auch Jerry Seinfeld soll irgendeinen Spot lustig machen - unklar ist, wer der Auftraggeber ist.

Ob Namensrechte oder Werbespots, Experten gehen davon aus, dass sich zumindest im Umfeld des Superbowls die Investitionen der Unternehmen auszahlen. "Denken sie nur an den Spot mit Clint Eastwood im letzten Jahr", sagt Greg DiNoto von der New Yorker Werbeagentur Deutsch. "Darüber hat man noch Monate nach den Spiel gesprochen." Das stimmt. Der Leinwandstar gab im letzten Jahr den Erzähler in einem Spot über die Wiederauferstehung von Detroit. Offiziell war das Werbung für Chrysler. Doch Schlagzeilen machte das Filmchen, weil Kritiker eine Lobeshymne auf die Regierung Obama witterten - das war ein halbes Jahr bevor Eastwood auf dem Republikaner-Parteitag mit einem leeren Stuhl diskutierte und sich als entschiedener Gegner des Präsidenten outete.
Der "Superbowl-Indikator"

Während die meisten Konzerne mit ihrer Werbung auf das große Geld nach dem Spiel hoffen, haben andere schon Kasse gemacht. Für den amerikanischen Einzelhandel ist der Superbowl fast so wichtig wie das Weihnachtsgeschäft. Vor allem die Absätze von Fernsehern steigen vor dem Spiel rasant. Den Superbowl schaut man nicht alleine, sondern mit Freunden, und Gastgeber protzen nur zu gerne mit dem größtmöglichen Schirm in HD. In den Tagen vor dem Spiel waren die Umsätze für Fernsehhersteller wie Samsung, LG und Panasonic rund doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

Wo soviel Kohle fließt wie um den Superbowl, da ist natürlich auch die Börse nicht weit. Auf dem Parkett der New York Stock Exchange diskutiert man das Football-Endspiel traditionell mit Leidenschaft - nicht nur, weil die Händler auch Fans sind, sondern auch, weil es den sagenumwobenen "Superbowl-Indikator" gibt. Im Endspiel treffen nämlich die Sieger der American Football Conference (AFC) und der National Football Conference (NFC) aufeinander. Der nicht ganz ernst zu nehmende Indikator besagt nun, dass ein Sieg für das NFC-Team steigende Kurse prognostiziert. In diesem Jahr haben die Märkte Glück: beide Teams, Baltimore und San Francisco, stammen eigentlich aus der NFC - ob die Wall Street ihre Rally durch 2013 hindurch fortsetzen wird, ist damit aber noch lange nicht sicher.

Quelle http://www.teleboerse.de/kolumnen/Das-E ... 52116.html


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 BeitragVerfasst: Di 5. Feb 2013, 00:19   
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ei ei ei ei :)

nfl super bowl 2013 highlights

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