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Digitalisierung in Fabriken - Eure Erfahrungen?

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 BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2022, 11:52   
 

Registriert: So 18. Jun 2017, 19:10
Beiträge: 26
Wie steht es denn um die Digitalisierung an eurem Arbeitsplatz? Hat sich da schon etwas getan, versucht man verzweifelt irgendetwas zu machen weil man eben dabei sein möchte oder seid ihr bei euch auf den letzten Stand der Technik?
Mir würde mal interessieren ob man mit Digitalisierung wirklich viel einsparen kann oder wo die jeweiligen Vorteile liegen?
Seit ihr froh, dass ich etwas bei euch in dem Bereich verändert hat - wo sind die Vorteile für euch?
Wo macht es euer Leben schwerer und dient eventuell nur der Einsparung von Kosten?

Unter Digitalisierung kann man wohl alles und nichts verstehen, deshalb interessiert mich wie euch die Digitalisierung betrifft. Bei mir möchte man jetzt auch einiges umstellen. Ich habe jetzt nicht unbedingt etwas dagegen, es sollte nur gut gemacht sein und die Mitarbeiter müssen mitgenommen werden. (Schulungen, Weiterbildungen, Aufklärung,...)


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 BeitragVerfasst: Mi 27. Jul 2022, 16:55   
 

Registriert: Mi 20. Dez 2017, 17:37
Beiträge: 36
Beim aktuellen Arbeitgeber sind wir, denke ich, irgendwo im Mittelfeld. Remote Work funktioniert recht gut und wir nutzen softwaretechnisch etliche aktuelle Optionen, aber ich bin mir relativ sicher, dass es auch noch einige Luft nach oben gäbe. Von der Datenerfassung könnte wahrscheinlich einiges automatisiert werden. Nach Erfahrungen an meiner letzten Arbeitsstelle müsste das durchaus gehen. Das Unternehmen hat sich lange, bis auf Mails und so, der digitalen Transformation verschlossen, hat dann aber mit professioneller Unterstützung doch noch die Kurve gekriegt. Als Laie hat man in der Regel keinen blassen Schimmer, was inzwischen alles möglich ist. Und dann ist es natürlich schwer sich zu Änderungen zu entscheiden, wenn man nicht weiß, was alles geht und inwiefern Verbesserungen möglich sind.


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 BeitragVerfasst: Mo 1. Aug 2022, 20:20   
 

Registriert: Do 21. Jul 2022, 22:45
Beiträge: 13
Ich finde die Digitalisierung sehr gut.

Lg


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 BeitragVerfasst: Mi 10. Aug 2022, 17:09   
 

Registriert: Mi 20. Dez 2017, 17:37
Beiträge: 36
Das ist selten, dass jemand ganz so aufgeschlossen ist wie du, Moneymoney! Was genau verstehst du denn unter Digitalisierung? Und stehst du allen Aspekte der digitalen Transformation offen gegenüber?

In meinem Umfeld ist es so, dass im privaten Bereich sehr viele schon die Vorteile von Smartphones, Onlineshops und so weiter erkannt haben. Was den beruflichen Kontext angeht, herrschen aber schon bei einigen Bedenken vor, dass die Digitalisierung auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung gehen könnte. Aber ich glaube, da spielt auch viel mit rein, dass Digitalisierung ein relativ schwammiger Begriff ist, unter dem sich jeder ein bisschen etwas anderes vorstellt.


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 BeitragVerfasst: Do 11. Aug 2022, 10:47   
 

Registriert: So 18. Jun 2017, 19:10
Beiträge: 26
Also Grundsätzlich stehe ich der Digitalisierung auch positiv gegenüber. Ich glaube nicht, dass man da nur den Menschen ersetzen will. Für mich ist es eher so, dass einem dann mehr geholfen wird. Es werden bestimmte Tätigkeiten übernommen, die eben ziemlich eintönig sind. Nur dann können es ja auch Maschinen übernehmen (Stand heute). Ja, den Job am Fließband wird es eventuell nicht mehr geben aber dafür wird es auch weiterhin Tätigkeiten für den Menschen geben weil es eben vieles gibt, was nur der Mensch kann. Logisch denken, Schlüsse ziehen die eben nicht immer gleich sind,... Wenn man da mal sieht wie einem die Arbeit erleichtert werden kann, ist man sicherlich gleich positiver gestimmt.

Wichtig finde ich, man muss die Arbeitnehmer mitnehmen, ihnen alles genau erklären und eben auch Ängste und Vorurteile nehmen (wenn es die gibt). Man darf keinen zurücklassen und einfach die Arbeiter austauschen. Wie ist das bei dir abgelaufen @piggybank? Friss oder stirb oder hat man da etwas getan damit man auch die Arbeiter mitnimmt? Hast du auf Grund dieser Veränderung den Arbeitgeber gewechselt oder hat das damit nicht zu tun?

Vieles hat sich ja schon weiterentwickelt, man würde es aber nicht unbedingt mit Digitalisierung gleichsetzen. Vor Smartphones oder Emails hat ja im Grunde keiner Angst und sieht es als Verbesserung (auch wenn es da negative Aspekte geben kann). Wenn man jetzt Maschinen modernisiert und man dann weniger machen muss, wäre es ja auch eine Erleichterung. Da würden wohl auch nur wenige Nein sagen. Fast man es unter Digitalisierung zusammen, sind einige skeptisch. Vielleicht auch deshalb weil man nicht genau weiß, was man alles machen möchte und kann. Offen mit den Mitarbeitern kommunizieren was man machen möchte und wo das hinführen soll, wäre da sicherlich eine Lösung. Aber es wird natürlich immer Menschen gegen, die reflexartig gegen alles sind.


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 BeitragVerfasst: Mi 17. Aug 2022, 18:06   
 

Registriert: Mi 20. Dez 2017, 17:37
Beiträge: 36
Zitat:
Es werden bestimmte Tätigkeiten übernommen, die eben ziemlich eintönig sind.

Routineaufgaben können am besten automatisiert werden, das stimmt. Aber es ist nicht nur so, dass sich ständig wiederholende Abläufe von Maschinen übernommen werden können, sondern zum Beispiel auch bei der Produktion eine große Menge an Daten in Echtzeit gesammelt werden können. Das könnte weder ein Mensch machen, noch auswerten. Obwohl es, vor allem wenn die Daten sinnvoll ausgewertet werden können, wirklich einen großen Mehrwert mit sich bringen kann.

Zitat:
Wichtig finde ich, man muss die Arbeitnehmer mitnehmen, ihnen alles genau erklären und eben auch Ängste und Vorurteile nehmen (wenn es die gibt). Man darf keinen zurücklassen und einfach die Arbeiter austauschen. Wie ist das bei dir abgelaufen @piggybank? Friss oder stirb oder hat man da etwas getan damit man auch die Arbeiter mitnimmt? Hast du auf Grund dieser Veränderung den Arbeitgeber gewechselt oder hat das damit nicht zu tun?

Nein, ich habe nicht aufgrund der Veränderungen den Arbeitgeber gewechselt. Es lief, nachdem susietec engagiert wurde um das mit der Digitalisierung in die Hand zu nehmen, eigentlich sogar richtig gut, deutlich besser als vorher. Aber ich bin umgezogen und die Distanz zum alten Arbeitsplatz war einfach zum täglichen Pendeln zu weit.

Was die digitale Transformation anging, war es bei uns so, dass das ein recht zäher Prozess war. Zuerst sollte das ein interner Mitarbeiter machen, der aber neben seiner eigentlichen Tätigkeit natürlich weder die Zeit, noch die tatsächliche Kompetenz hatte, um das gut oder überhaupt umsetzen zu können. Erst als eingesehen wurde, dass das so nichts wird, wurde dann der Entschluss gefasst das ganze Unterfangen in die Hände von Experten zu legen. Die dann aber auch dafür gesorgt haben, dass die Mitarbeiter dort abgeholt wurden, wo sie gestanden sind.

Zitat:
Wenn man jetzt Maschinen modernisiert und man dann weniger machen muss, wäre es ja auch eine Erleichterung. Da würden wohl auch nur wenige Nein sagen. Fast man es unter Digitalisierung zusammen, sind einige skeptisch.

Ja, das stimmt schon. Die Worte, die man wählt, haben einen großen Einfluss darauf, wie man etwas wahrnimmt. Aber es geht auch nicht nur darum die Maschinen insofern zu modernisieren, als dass der Mensch nur weniger oder weniger gefährliche Tätigkeiten machen muss, sondern oft auch um die Steigerung der Produktivität und/oder Verbesserung der Qualität.


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 BeitragVerfasst: Di 6. Sep 2022, 11:52   
 

Registriert: So 18. Jun 2017, 19:10
Beiträge: 26
Mensch und Maschine ergänzen sich eben. Die gesammelten Daten müssen ja auch ausgewertet werden. Also mit den Daten muss man dann ja auch ganz individuelle Entscheidungen treffen. Das kann dann eben nur der Mensch. Deshalb geht es da auch gar nicht so sehr darum den Mensch zu ersetzen sondern ihn eben nur dort einzusetzen wo es ohne Mensch nicht geht.
Die Digitalisierung hat man also mit einer externen Firma vorangetrieben. Hätte man das nicht auch intern lösen können indem man den Mitarbeiter unterstützt oder mehr Personal in dem Bereich einstellt? Einige Firmen haben ja eigene Abteilungen für Digitalisierung. Gut, das werden dann wohl nur die wirklich großen Firmen sein aber bei externen Firmen braucht es wohl eine Einarbeitungszeit damit man weiß was für die Abteilungen und Arbeiter wichtig ist und wo sie Hilfe benötigen. Stelle mir das nicht so einfach vor. Aber gut, die werden das ja nicht zum ersten mal gemacht haben und wissen worauf es ankommt.
Hat man denn während des Prozesses davon gelernt? Also weiß man jetzt was man machen muss oder ist man dann immer auf externe Firmen angewiesen?


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 BeitragVerfasst: Di 13. Sep 2022, 19:23   
 

Registriert: Mi 20. Dez 2017, 17:37
Beiträge: 36
Zitat:
Deshalb geht es da auch gar nicht so sehr darum den Mensch zu ersetzen sondern ihn eben nur dort einzusetzen wo es ohne Mensch nicht geht.

Ich hätte das jetzt anders formuliert, nämlich so, dass Maschinen Aufgaben übernehmen, die über die Fähigkeiten von Menschen weit hinausgehen. Und dass Menschen Aufgaben übernehmen, zu denen Maschinen und KIs nicht in der Lage sind. Aber ich stimme dir zu, dass es um eine optimale Ergänzung geht.

Zitat:
Die Digitalisierung hat man also mit einer externen Firma vorangetrieben. Hätte man das nicht auch intern lösen können indem man den Mitarbeiter unterstützt oder mehr Personal in dem Bereich einstellt? Einige Firmen haben ja eigene Abteilungen für Digitalisierung. Gut, das werden dann wohl nur die wirklich großen Firmen sein aber bei externen Firmen braucht es wohl eine Einarbeitungszeit damit man weiß was für die Abteilungen und Arbeiter wichtig ist und wo sie Hilfe benötigen. Stelle mir das nicht so einfach vor. Aber gut, die werden das ja nicht zum ersten mal gemacht haben und wissen worauf es ankommt.

Wenn man glaubt, dass Digitalisierung nur daraus besteht eine Cloud und Emailadressen für alle Mitarbeiter einzurichten, wäre das vielleicht gegangen. Aber zu einer gelungenen Digitalisierung von Fabriken und Maschinenbauern gehört meinen Erfahrungen nach so viel mehr. Wirklich. Der Trend geht definitiv in Richtung Smart Factory und IIoT und ich denke nicht, dass es irgendein mittelgroßes Unternehmen, das kein global agierender Konzern ist, sicherstellen kann, dass die eigenen Mitarbeiter immer auf dem aktuellen Wissensstand sind und bleiben werden. Dazu schreiten die Entwicklungen viel zu schnell voran. Und genau deshalb gibt es Anbieter wie susietec, die sich darauf spezialisiert haben und Unternehmen zu einer erfolgreichen digitalen Transformation verhelfen können.

Zitat:
Hat man denn während des Prozesses davon gelernt? Also weiß man jetzt was man machen muss oder ist man dann immer auf externe Firmen angewiesen?
[/quote]
Hm! Wenn ein Unternehmen Dienstleistungen im Bereich Reinigung in Anspruch nimmt, würdest du dann sagen, dass intern nicht genug gelernt wurde? Oder dass es sinnvoll ist manche Dienstleistungen an externe Anbieter auszulagern? Kleine Unternehmen brauchen ja nicht jeden 5 volle Werktage die Woche eine Reinigungskraft, so dass es keinen Sinn macht selbst eine oder mehrere Personen nur dafür anzustellen. Und Digitalisierung ist ja ungleich komplexer. Es wurde bei meinem ehemaligen Arbeitgeber natürlich einiges dazugelernt, ohne Frage. Aber man ist froh im fortlaufenden Kontakt mit Leuten vom Fach zu sein und auf Bedarf darauf zurückgreifen zu können.


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 BeitragVerfasst: Mi 14. Sep 2022, 11:00   
 

Registriert: So 18. Jun 2017, 19:10
Beiträge: 26
Zitat:
Ich hätte das jetzt anders formuliert, nämlich so, dass Maschinen Aufgaben übernehmen, die über die Fähigkeiten von Menschen weit hinausgehen. Und dass Menschen Aufgaben übernehmen, zu denen Maschinen und KIs nicht in der Lage sind. Aber ich stimme dir zu, dass es um eine optimale Ergänzung geht.


Ja, aber auch die Fähigkeiten der Menschen übersteigen die derzeitige Fähigkeiten von Maschinen in einigen Bereichen. Ich sollte die Maschinen dort einsetzen, wo sie dem Menschen überlegen sind (komplizierte Rechenaufgaben,...) dann hat der Menschen mehr Zeit seine Fähigkeiten dementsprechend einzusetzen (logisches Denken,...). Das ist dann eine echte Hilfe. Als Mensch muss ich dann nicht mehr meine Zeit damit verschwenden, irgendwelche Aufgaben zu erfüllen, die ein Computer viel schneller erledigen kann. Weil dann bleibt mir die Arbeitszeit erhalten um wirklich Dinge zu machen, die nur ich als Menschen kann bzw. viel schneller kann als der Computer oder eine KI.

Zitat:
Wenn man glaubt, dass Digitalisierung nur daraus besteht eine Cloud und Emailadressen für alle Mitarbeiter einzurichten, wäre das vielleicht gegangen. Aber zu einer gelungenen Digitalisierung von Fabriken und Maschinenbauern gehört meinen Erfahrungen nach so viel mehr. Wirklich. Der Trend geht definitiv in Richtung Smart Factory und IIoT und ich denke nicht, dass es irgendein mittelgroßes Unternehmen, das kein global agierender Konzern ist, sicherstellen kann, dass die eigenen Mitarbeiter immer auf dem aktuellen Wissensstand sind und bleiben werden. Dazu schreiten die Entwicklungen viel zu schnell voran. Und genau deshalb gibt es Anbieter wie susietec, die sich darauf spezialisiert haben und Unternehmen zu einer erfolgreichen digitalen Transformation verhelfen können.


Aber auch die kleinen Dinge gehören im Grunde zur Digitalisierung - denke da wird es vielen mehr bewusst als bei anderen Dingen (weil einem die auch selbst betreffen).
Ich denke es ist wichtig sich genau anzusehen was einem weiterbringt. Nur weil ein anderes Unternehmen etwas in die eine Richtung macht, heißt es nicht, dass es mir als Unternehmen auch etwas bringt, dieselbe Richtung einzuschlagen. Diese Lösungen sind ganz individuell. Da muss man wirklich schauen was einem etwas bringt und nicht irgendwas nachlaufen obwohl es keinerlei Erleichterung mit sich bringt. Da muss man sich in den Unternehmen zusammensetzen und schauen was man braucht, externe Spezialisten können einem auch sagen was alles möglich ist und vor allem bei der Umsetzung helfen. Das wird man wohl nicht als Unternehmen stemmen können, das Knowhow hat man wohl nur selten.

Zitat:
Hm! Wenn ein Unternehmen Dienstleistungen im Bereich Reinigung in Anspruch nimmt, würdest du dann sagen, dass intern nicht genug gelernt wurde? Oder dass es sinnvoll ist manche Dienstleistungen an externe Anbieter auszulagern? Kleine Unternehmen brauchen ja nicht jeden 5 volle Werktage die Woche eine Reinigungskraft, so dass es keinen Sinn macht selbst eine oder mehrere Personen nur dafür anzustellen. Und Digitalisierung ist ja ungleich komplexer. Es wurde bei meinem ehemaligen Arbeitgeber natürlich einiges dazugelernt, ohne Frage. Aber man ist froh im fortlaufenden Kontakt mit Leuten vom Fach zu sein und auf Bedarf darauf zurückgreifen zu können.


Nein aber man sollte daraus lernen. Wenn ich in 5 Häusern Putzen muss - braucht es dann wirklich in allen 5 Häusern eine externe Hilfe oder lasse ich es mir bei ein, oder zwei Häusern zeigen und mache es dann bei Haus Nr. 3,4 und 5 selbst? Da geht es mir drum um gleichzeitig etwas zu lernen sofern es möglich ist. Bei dem banalen Beispiel geht es sicherlich leichter, es wird Bereiche geben, da werde ich es nicht lernen können weil mir eben das Wissen fehlt. Da wird man dann immer auf besser ausgebildete Menschen/Firmen zurückgreifen müssen.


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