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Zwischen Kaufpanik und Korrektur - 3 Szenarien für den Dax

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 BeitragVerfasst: Mi 4. Dez 2013, 12:54   
 

Registriert: Mi 5. Jan 2011, 17:54
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Zwischen Kaufpanik und Korrektur
Drei Szenarien für den Dax


Mit jedem neuen Dax-Rekord steigt der Druck auf die Anleger, auf den fahrenden Zug aufzuspringen. Aber wie geht es jetzt weiter? Thomas Wukonigg von der Capital Forum AG skizziert exklusiv für Teleboerse.de drei Szenarien.

Der Dax steigt und steigt – allerdings bei verhältnismäßig kleinen Umsätzen. Das zeigt, dass weder die Privatanleger noch die institutionellen Investoren bei der aktuellen Rally richtig mit dabei sind. Bei den deutschen Versicherungen befinden sich beispielsweise die Aktienquoten auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau - zum Teil auch aus regulatorischen Gründen. Den institutionellen Investoren gelingt es angesichts der extrem niedrigen Zinsen immer weniger, ihre anvisierten Mindestrenditen zu erwirtschaften. Ein Umschichten vom Renten- in den Aktienmarkt ist angesichts dieses Anlagenotstands durchaus wahrscheinlich.

Szenario 1: Kaufpanik

Mit jedem Tag, an dem die Börsen steigen, fällt es Versicherungen, Pensionskassen und anderen großen Geldsammelstellen schwerer, zu erklären, warum sie bei Aktien unterinvestiert sind. Dieser Rechtfertigungsdruck kann schnell zu einer Kaufpanik führen. Das bislang letzte Mal gab es eine solche Entwicklung Ende der 90er bzw. Anfang der 00er-Jahre. Damals explodierte der Dax innerhalb von sechs Monaten um rund 60 Prozent und durchbrach erstmals die Marke von 8000 Punkten. Danach brach der Aktienmarkt in sich zusammen.

Eine Kaufpanik ist gut daran zu erkennen, dass die Kurse innerhalb kurzer Zeit stark steigen und gleichzeitig die Handelsumsätze kräftig zulegen. Zeichnet sich ein solches Szenario ab und steigt der Dax (zu) schnell in Richtung 10.000 Punkte oder sogar darüber, sollten hoch investierte Anleger darüber nachdenken, Teile ihrer Positionen glattzustellen oder abzusichern. Generell neigen Finanzmärkte dazu, in beide Richtungen zu übertreiben. Danach sieht es aber bislang nicht aus. Der Dax-Anstieg verläuft kontinuierlich und hat noch keine so genannte Fahnenstange ausgebildet. So nennen Börsianer Kurscharts, die extrem steil nach oben steigen.

Szenario 2: Korrektur

Gesund wäre eigentlich eine Konsolidierung um ein paar hundert Punkte. Die Volatilitäten, also die Schwankungen, sind an den Aktienmärkten seit der letzten Korrektur im Herbst 2011 stetig gesunken und befinden sich mittlerweile auf einem rekordtiefen Niveau. Dies signalisiert nichts anderes als ein hohes Maß Sorglosigkeit. Die Märkte spielen vereinfacht gesagt "heile Welt". Das zeigt auch der Preisverfall beim Gold. Verschiedene Gefahren für die Aktienmärkte, wie die ungelösten Schuldenkrisen in den USA, Europa und Japan oder der mögliche Ausstieg der US-Notenbank aus ihrer ultra-lockeren Geldpolitik, sind aber nach wie vor vorhanden. Sollten die Börsianer diese wieder stärker fokussieren, kann der Dax schnell bei 8700 Punkten oder sogar noch tiefer stehen. Für uns wären das Kaufgelegenheiten. Allerdings halten wir auch das Szenario einer heftigen Korrektur derzeit für eher unwahrscheinlich. Große Investoren würden einen solchen Rückschlag nutzen, um ihre zu niedrigen Aktienquoten aufzustocken.

Szenario 3: Fortsetzung der Rally

Am wahrscheinlichsten ist aus unserer Sicht, dass sich die Rally am Aktienmarkt langsam und unspektakulär, unterbrochen durch kleinere Konsolidierungen, fortsetzt. Die bislang noch geringen Aktivitäten bei Kapitalerhöhungen und Börsengängen, sowie die geringen Investitionsgrade sprechen dafür, dass der Markt noch Luft nach oben hat. Die Börsen könnten außerdem dadurch angefeuert werden, dass die von uns erwartete Welle an weltweiten Übernahmeaktivitäten ins Rollen kommt, sei es durch Private Equity-Investoren oder durch Unternehmen selbst.

Betrachtet man den Dax als Kursindex, also ohne Berücksichtigung der Dividenden, sind wir zudem noch ein gutes Stück von neuen Rekordständen entfernt. Der Vergleich mit dem Dax-Performanceindex, der bei der Kursermittlung die Ausschüttungen mit einrechnet, zeigt zudem, dass der Anstieg in den vergangenen zwei Jahren auch maßgeblich auf den Dividendenzahlungen beruhte. Die Unternehmen haben gut verdient und ihre Anteilseigner an den Gewinnen ordentlich beteiligt.

Von Rekorden noch weit entfernt

Dagegen sind die Börsenwerte der einzelnen Unternehmen gar nicht so stark gestiegen. Zahlreiche Aktien notieren noch weit unter ihren Jahrestops und Allzeithochs. Sollten diese Werte zunehmend als Nachzügler "gepickt" werden, würde dies zusätzliche Unterstützung für den breiten Markt bedeuten. Bislang sind defensive Aktien besser als Zykliker gelaufen. So gesehen bieten Werte wie Aurubis, Klöckner, Lanxess oder Alstom und Royal Dutch Shell noch nennenswertes Nachholpotenzial. Gleiches gilt für die beiden deutschen Versorger Eon und RWE. Da sich das Timing an den Finanzmärkten außerordentlich schwierig gestaltet, sollten langfristig denkende Anleger in mehreren Etappen einsteigen. Auf Sicht von einigen Jahren werden sie so bei allen drei Szenarien gut fahren.

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Quelle: http://www.teleboerse.de/empfehlungen/D ... 38276.html


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